Neuigkeiten

August-Camp 2012
27. Sept. | 2012
Im August 2012 fand auf dem Gelände der Missouri-Station ein gelungenes Sommercamp statt. Hier wurden von den Rogers-Rangers Ideen für das weitere Miteinander ausgearbeitet. Fotos findet man unter "Bilder zeigen".
Handarbeiten von D. Heedt
18. Juli 2012
Unter "Ausrüstung" zeigt er einige seiner Arbeiten, welche von ihm erworben werden können.
Neuer Commanding Officer
06. Juni 2012
Nachdem Wolf Zerkowski seine dienstverpflichtende Zeit beendete, übernimmt Capt. William Schopp seine Stelle als commanding Officer. Wir danken Wolf für seine hervorragenden Leistungen.
Neue Ausrüstungsbilder
28. Oktober 2010
Neue Bilder einer Munitionstasche von Manfred Gundel.

Einige Links

Zeitlinie der Rangers

Gegründet 1755 in Fort William Henry.

21 Januar 1757, First Battle of the Snowshoes (so genannt weil die Ranger Schneeschuhe trugen), Rogers' Einheit von 74 Rangers überfällt 7 Franzosen nahe Fort Carillon und nimmt diese gefangen.Eine plötzlich eintreffende französische Einheit aus über Hundert Regulären , Milizen und Indianern kann von den Rangers abgewehrt werden und die Ranger ziehen sich zurück. Die Franzosen waren ohne Schneeschuhe im tief verschneiten Gelände unterlegen. Die Ranger verloren 20 Mann. Die Franzosen 37 Mann.

August 1757 Schlacht von Fort William Henry. Nachdem die Briten Fort William Henry aufgaben, wurden die Rangers auf Rogers Island nahe Fort Edward stationiert.

13. März 1758, Second Battle of the Snowshoes, Rogers' Rangers überfallen eine Französisch-Indianische-Einheit und wird dabei selbst in einen Hinterhalt gelockt. Die Rangers verlieren 125 Mann, 8 werden verwundet und 52 überleben.

7.-8. Juli 1758 , Teilnahme der Rangers bei der Schlacht von Carillon.

27. Juli 1758 , zwischen Fort Edwards und Half-Way Brook überfallen 300 Indianer und 200 Franzosen/Canadier unter Captain St. Luc einen englischen Convoy. Dabei werden 116 Engländer getötet {einschliesslich 16 Rangers}

8. August 1758 , nahe Crown Point, New York wird eine englische Einheit aus Rangers, leichter Infanterie und Provinzmilizen von französisch/canadisch/indianischen Truppen in Stärke von 450 Mann unter Captain Marin angegriffen. In diesem Kampf wird Major Israel Putnam gefangengenommen. Er wird durch einen französischen Offizier vor dem Verbrennungstot durch die Indianer gerettet.

3. Oktober 1759, Zerstörung der indianischen Siedlung Saint-Francis in Quebec durch die Rangers. (200 Ranger von Crown-Point, New York) Von der Siedlung gingen immer wieder Angriffe auf die Engländer aus. Rogers gibt an 200 Indianer getötet und 20 Frauen und Kinder gefangen genommen zu haben. Die Franzosen geben an das nur 30 Indianer einschliesslich Frauen und Kinder getötet wurden. Wie auch immer, die Rangers zogen sich zurück und wären auf ihrem Marsch in die Heimat fast verhungert. Als sie ein sicheres Lager am Conneticut fanden, verließ Rogers die Männer und kehrte einige Tage später mit Nahrung und frischen Truppen aus dem Fort Nr.4 (Charlstown) zurück und konnte seine Männer so retten.

Nach dem Krieg kehrten die meisten Rangers in ihr Zivilleben zurück.


1763 wird eine Einheit der Rogers' Rangers in das 80th Regiment of Foot integriert, das beim Devil's Hole Massacre überfallen wurde während Pontiac's Rebellion.

Beim Ausbruch der Amerikanischen Revolution bei Lexington und Concord, waren viele ehemalige Ranger in den Reihen der Minutemen die auf die Briten feuerten

Robert Rogers selbst bot George Washington seine Hilfe an. Washington hielt Rogers aber für einen Spion, weil dieser sich lange in England aufgehalten hatte.. Rogers war darüber so erzürnt, das er tatsächlich den britischen Truppen beitrat und dort die Queen's Rangers (1776) und später die King's Rangers formierte.

*Eine Ausarbeitung von Niklaas de Winter *

The St. Francis Raid
Rogers Raid war ein Angriff im Frech & Indian War (Französisch und Indianischen Krieg -Anmerk: dieser Begriff hat sich in der amerikanischen Geschichtsschreibung etabliert) Geführt von Major Robert Rogers und eine Gruppe seiner Rangers auf das Abenaki Dorf St. Francis, nahe dem südlichen Ufer des Sankt-Lorenz-Strom in der damaligen Französischen Provinz von Kanada am 4. Oktober 1759.

"Wabo Madahondo - The White Devil" war der Name den die Abenakis des hl. Franziskus, Major Robert Rogers gegeben hatten.

General Sir Jeffrey Amherst ordnete am 13. September 1759 In seinem Befehl an:
"Denken Sie an die Grausamkeiten, die von diesen indianischen Schurken des Feindes, ohne Gnade an des Königs Untertanen verübt wurden… nehmen Sie Rache. Aber vergessen Sie nicht, dies ist meine Order, dass keine Frauen und Kinder getötet oder verletzt werden."

Die Expedition verließ mit 220 Ranger und Soldaten in der Nacht des 13. September 1759 Crown Point. Die Abfahrt war ein gut gehütetes Geheimnis, nur Rogers und Amherst kannten das Ziel. Amherst veröffentlichte im Vorfeld falsche Informationen, um das Ziel Rogers zu verschleiern.

Die Abenakis sollten als Gefahr für die Siedlungen und das Grenzgebiet für immer beseitigt werden. Aufgrund der erhöhten französischen Patrouillen in Folge der Kennedy Mission, kamen sie nur langsam voran.

Die ersten Tage der Mission brachten einige große Enttäuschungen. Mehr als vierzig Männer mussten aufgrund einer Vielzahl von Unfällen und Krankheiten zurückgeschickt werden. Rogers erreicht die Spitze der Missisquoi Bay früh morgens am 23. September, die Boote und Vorräte für die Rück-Tour wurden versteckt.

Er ließ zwei Indianer als Wächter beim Bootsversteck. Leider blieben seine Landung und das Versteck der Boote von den Franzosen nicht unbemerkt. Am nächsten Tag entdeckte eine größere Gruppe von Coureur de Bois, zufällig die Boote, ein britisches Ruder schwamm in der Bucht. Der Befehlshaber dieser französischen Truppen war Oliver de la Durantaye, gegen den Rogers bereits im Jahre 1758 gekämpft hatte. Einige Boote wurden zerstört, andere wurden von den französischen Einheiten in Besitz genommen.

General Bourlamaque postierte mehrere hundert Soldaten in der Nähe der Stelle, wo die Boote versteckt waren und legte einen Hinterhalt, für den Fall der Rückkehr von Rogers Männern. General Bourlamaque hatte persönlich die Missisquoi Bay erkundet und erklärte dass diese sich gut eigne um einen britischen Angriff zu starten. Bourlamaque erfuhr am 25. September, dass eine größere britische Einheit in der Gegend war.

Er alarmierte Montreal und die Siedlung St. Francis. Daraufhin beauftragte er verschiedene militärische Abteilungen um die Landschaft zu durchsuchen und die Ranger zu jagen

.
Rogers wählte zunächst einen Weg, der seine Truppe nach Osten führte, um ein Zusammentreffen mit französischen Einheiten zu vermeiden sowie die nördliche Route, um die Île-aux-Noix, der Kennedy gefolgt war. Sein Weg führte durch extrem sumpfiges Gelände. Nach zwei Tagen erreichten ihn unerwartet die beiden indianischen Bootswachen und brachten die Nachricht, dass die Boote vom Feind entdeckt wurden. Diese Tatsache führte dazu, dass Rogers mit seinen Männern ihre Möglichkeiten besprach.

Hinter den feindlichen Linien und fernab von jeglicher Unterstützung, waren ihre Optionen relativ schwierig durchzuführen. Rogers berichtet, dass sie beschlossen, den Auftrag durchzuführen. Als Rückweg wurde der Weg zu Fort Nr. 4 festgelegt.

Im Rahmen dieses kühnen Plans sandte Rogers Leutnant Andrew McMullen und ein halbes Dutzend Männer auf dem Landweg nach Crown Point, mit dem Auftrag,ein Depot von Vorräten anzulegen. Dieses Depot sollte am Zusammenfluss von Connecticut und Ammonoosuc River, ein Ort, etwa 60 Meilen (97 km) nördlich von Fort Nr. 4 angelegt werden. McMullen und seine Männer gingen in neun Tagen auf dem Landweg nach Crown Point, mehr als 100 Meilen (160 km) in schwierigem Gelände.

Sie trafen am 3.Oktober in Crown Point ein. General Amherst schickte sofort einen Scout, einige Männer und Leutnant Samuel Stevens mit der Reihe spezifische Aufträge zum Fort. Nr. 4 um die Versorgung der Truppe am vereinbarten Treffpunkt sicherzustellen. Stevens sollte warten bis entweder Rogers und seine Männer kamen, oder Stevens der Meinung war, dass das Warten keinen Zweck mehr habe. Stevens war ein ängstlicher Mensch als er einen Schuss hörte, der sich im Nachhinein als Signal der Ranger herausstellte, verließ er den Treffpunkt. Stevens wurde später wegen seines Verhaltens vor ein Kriegsgericht gestellt.

Rogers und seine Männer verbrachten über eine Distanz von ca. 50 Meilen (80 km) die nächsten Wochen watend durch Wasser und sumpfiges Gelände, wobei sie selten trocken wurden. Die Bedingungen seiner Verfolgung waren so schwer, dass die französisch Truppen die Verfolgung und Suche aufgaben.

Mr. Green:
Am 3. Oktober erreichten Roger mit seinen Truppen den St. Francis River. Der Ort St. Francis lag auf der anderen Seite des Flusses. Seine Truppe hatte sich auf 142 Mann reduziert, und ihre Rationen waren völlig erschöpft. Rogers und seine Truppe sah den Rauch und die Feuer der Siedlung des "Heiligen Franziskus" am Abend.

Wenn seine Leute zur Flussüberquerung zum Bau von Flößen Bäume fällen würden, würden die Klänge der Beile im Dorf gehört. Rogers und seine Männer zogen schließlich einige Meilen flussaufwärts um eine geeignete Furt zu suchen. Trotz dieser Furt berichtete er, dass die Überquerung "mit erheblichen Schwierigkeiten" durchgeführt wurde. (schnell fließendem Wasser 1,5 m / sec. 5 Fuß tief). In dieser Nacht zog Rogers indianische Kleidung an und schlich in das Dorf.

Die Abenaki tanzten, anscheinend ein Kriegstanz zur Vorbereitung dieser großen Expedition. Er sah Pfähle mit 600 bis 700 Skalps, meistens englischen Ursprungs, als Trophäen.

Diese Entdeckung dürfte u.a. dazu beigetragen haben, dass der Angriff entgegen des Befehls von General Amherst mit aller Härte geführt wurde. Viele der Abenaki Männer waren im Auftrag von Gouverneur Vaudreuil abgerufen worden, um bei der Suche nach den geheimnisvollen britischen Truppen, die scheinbar verschwunden waren mitzuhelfen. Am 3. Oktober schrieb Vaudreuil an Bourlamaque, dass er ca. 300 Abenakis und einige lokale Milizen aufgefordert hatte, einen Hinterhalt auf dem Yamaska River, zu errichten. Diese Route hatte Kennedy auf seiner Expedition gewählt.

Vermutlich war Rogers nicht der einzige seiner Truppe der das Dorf betrat. Nach mündlicher Abenaki Überlieferung, warnte ein Stockbridge die Bewohner des Dorfes, dass sie angegriffen würde. Eine beträchtliche Zahl der Einwohner zog aus dem Dorf und versteckte sich als Reaktion auf diese Warnung. Rogers marschierte nachts mit seinen Männern in die Nähe des Dorfes und teilte sie in Trupps für den Angriff. Die besten Schützen waren in der Lage, jeden, der versucht aus dem Dorf zu entkommen zu treffen. Am frühen Morgen des 4. Oktober 1759 um 5 Uhr griffen die Rangers das Dorf St. Francis of the Lake mit einer rücksichtslosen Härte an. Von dem Angriff waren die Dorfbewohner völlig überrascht.

Viele lagen schlafend nach der langen Nacht des Tanzes in ihren Häusern. Es gab wenig bis gar keine organisierte Verteidigung. Rogers und seine Männer brachen Türen auf und erschossen die Bewohner. Viele wurden mit Tomahawks oder Bajonetten getötet. Jeder Widerstand wurde schnell gebrochen, und viele, die versuchten zu fliehen wurden von den Wachposten außerhalb des Dorfes erschossen. Einige Bewohner konnten ihre Kanus erreichen und versuchten, über den Fluss zu entkommen. Sie wurden gejagt und die Boote mit ihren Insassen versenkt. Drei Stunden nach Angriffsbeginn, waren, 200 Männer, Frauen und Kinder tot. Nach dem Sonnenaufgang, befahl Rogers die Siedlung niederzubrennen.

Von dem stattlichen Ort blieben nur rauchenden Ruinen der Häuser, der Kirche und des Klosters der Jesuiten.

Seine eigenen Verluste waren gering, einer der Männer wurde getötet, sieben weitere verletzt, sein Rückmarsch jedoch entwickelte sich zum Desaster.


Quellen: Loescher, Cueno, eigene Net Recherchen

Rogers Island
2000. B.C.: Die Ureinwohner fischten und jagten auf Rogers Insel. Sie hinterließen Feuerstellen, Müllgruben, und Muschelschalen verstreut, entlang des Flussufers. Die Insel wurde regelmäßig auf den Wanderzügen aufgesucht, lange bevor die ersten Europäer in das Gebiet zu gelangen.

1690: Major General Fitz John Winthrop führt die erste aufgezeichnete Expedition zum "Great Carrying Place"

1709: General Francis Nicholson erteilte den Auftrag an Peter Schuyler, ein Fort am "Great Carrying Place" zu bauen, er nannte es Fort Lyman. Die Besatzung des Forts wurde mit insgesamt 450 Menschen, bestehend aus Engländern, Niederländern und Indianern bemannt. Das Fort wurde mit Kanonen und Mörsern ausgestattet.

1731: John Henry Lydius baute eine Handelsniederlassung am "Great Carrying Place". Die Trading Post wurde von den Franzosen und Indianern Fort Lydius genannt.

1755: Nach der Schlacht von Lake George, entsendete General William Johnson General Lyman, ein großes Fort am "Great Carrying Place" zu errichten. Einen Monat später, kommt William Johnson zum Fort Lyman und ändert den Namen in "Fort Edward", zu Ehren von Edward Augustus, Herzog von York und Albany.

1755-1756: Kasernen, Blockhäuser, Wachhäuschen, Lagerhäuser und ein Magazin wurden errichtet und Fort Edward komplettiert. Man konnte nun der französischen Bedrohung im Norden entgegen. Rogers Island wurde von einigen der Provinz Soldaten als Lager genutzt.

1757-1758: Britische Kasernen, Ranger`s Hütten, ein Blockhaus und ein Pocken-Krankenhaus wurden auf Rogers Insel errichtet. Am 10.August 1757, nach dem Massaker von Fort William Henry, brachten sich die britische Soldaten in Fort Edward in Sicherheit. Im Juli 1758 Major Campbell von den Black Watch stirbt in einem Krankenhaus auf Rogers Island, nach General Abercrombie`s erfolglosen Angriff auf Fort Carillon (Ticonderoga)

1759:General Jeffrey Amherst sammelt seine Armee in Fort Edward um die Eroberung von Fort Carillon und St Frederic (Crown Point) vorzubereiten. Nach der Eroberung der beiden Forts, wird die Garnison auf Rogers Insel stark reduziert.

1763: Der Vertrag von Paris beendet den French and Indian War.

1766: Fort Edward wird auf Befehl geräumt, und alle militärischen und geschäftlichen Tätigkeiten in die jetzt englische Festung Crown Point verlegt.

1775 - 1783: Während des Unabhängigkeitskrieges besetzt eine kleine Einheit amerikanischer Soldaten Rogers Island. Während des Vormarschs von Burgoyne`s Army im Jahre 1777 sind sie jedoch gezwungen zu fliehen, Fall von Fort Edward am30. Juli 1777. Die Amerikaner zogen sich auf den Hudson River nach Saratoga zurück.

1777: Am 27.Juli wird Jane McCera in Fort Edward ermordet.

1827: James Fenimore Cooper beginnt seinen Roman "Der letzte Mohikaner". und einer Beschreibung des Fort Edward. World War I: Soldaten werden auf Rogers Insel stationiert, um die Eisenbahn zu schützen. World War I to präsent: Rogers Island hat verschiedene Besitzer und es finden häufig Ausgrabungen statt. Earl Stott,Besitzer von 1960 bis 1988 und in wesentlichen Mentor für die umfangreichsten Forschungsarbeiten.

1964: Die Rogers Island Historical Association wird gegründet, um archäologische und historische Forschungen, die das Leben und die Aktivitäten der Kolonialzeit in der Region um Fort Edward und Rogers Island betreffen zu betreiben. 1991-1995, 1997-1998: Professionelle, archäologische Ausgrabungen wurden auf Rogers Island unter der Schirmherrschaft des Adirondack Community College und des Autors durchgeführt.
Quelle:
David R. Starbuck: Rangers and Redcoats on the Hudson-Exploring the Past on Rogers Island, the Birthplace of the U.S. Army Rangers
Mr Green:
Die folgenden Abhandlungen geben Ihnen einen Einblick in ein wichtiges und umstrittenes Ereignis in der Geschichte der Abenaki.

Der Angriff von Major Robert Rogers und seinen Rangers auf das Dorf St. Francois du Luc (Odanak) am 4. Oktober 1759.Trotz des Erfolgs des Unternehmens beim Erreichen des Dorfes, wurde die Rückreise nach New England eine Katastrophe für Rogers und seine Männer, etwa die Hälfte der Rangers starben auf dem Weg nach Hause. Dieser Angriff, der vor allem in New England berühmt und bekannt wurde, führte zum Ende der fünfundachtzig Jahre anhaltende indischen Angriffe auf die Siedler. Die grundlegenden Dokumente über dieser Expedition sind seine eigenen veröffentlichten Aufzeichnungen. Nach eigenen Angaben hat er mindestens 200 Indianer getötet. Er nahm die restlichen 20 Frauen und 5 Kinder als Gefangene und verbrannte die ganze Stadt. Französisch Beobachter, die kurze Zeit nach dem Massaker vor Ort waren, berichteten von 30 Tote, davon 20 Frauen und Kinder. Die französischen Zahlen erscheinen zuverlässig, da diese die bessere Möglichkeit hatten, die Fakten zu überprüfen. Auch wenn die Franzosen gerne, einen große Verlust in ihren offiziellen Berichten verschwiegen hätten, sind die gemeldeten Zahlen in internen Schriftwechsel bestätigt, wo es kein Motiv, und kaum eine Chance gegeben hätte die Wahrheit zu verbergen.

Ein mögliches Motiv für Rogers Übertreibung könnte sein, dass er die Wirkung seiner Expedition vertuschen wollte, um seine beträchtlichen Verluste zu rechtfertigen.

Eine andere Möglichkeit ist, dass die Zahl auf einer Schätzung bei einer abendlichen Erkundung des Dorfes beruht. und dass mit Ausnahme der 20 Überlebenden der Rest in den brennenden Häusern um kamen oder auf der Flucht erschossen wurde.

Eine weitere sehr wahrscheinliche ist die Möglichkeit, dass die Dorfbewohner heimlich gewarnt wurden und das Dorf verließen, um sich in der Nähe zu verstecken.

Historische Traditionen der Abenaki geben uns die wahrscheinlichste Erklärung.

Nach der Mais Ernte im Herbst, waren alle Indianer versammelt und feierten bis spät in die Nacht. Es war eine schöne kühle Nacht. Einige gingen um zu rauchen oder etwas Ruhe zu finden. Ein junges Mädchen ging nicht sofort wieder mit den Anderen zum Tanzen in das Ratshaus. Als sie hineingehen wollte, hielt sie jemand fest. Er sagte: indianisch: "Fürchtet dich nicht ich bin ein Freund. Eure Feinde sind dort im Wald und wenn alle schlafen werden sie euch töten und das Dorf niederbrennen. Ich komme, um euch zu warnen.

Das junge Mädchen ging in das Haus des Rates und warnte die anderen Indianer. Sie erzählte, das sie gewarnt worden sei. Einige glaubten ihr nicht, weil sie ein Kind war und blieben. Andere gingen nach Hause, um nach ihren Kindern zu sehen und machten sich bereit zu fliehen oder um sich in der Umgebung zu verstecken. Der Großvater des Mädchens versammelte seine Familie in der Dunkelheit und versteckte sie in einer großen Schlucht, wo sie nicht gefunden würden. Der alte Mann, zählte alle und bemerkte dass die Großmutter fehlte. Sie wusste nicht, dass sie allein im Haus war. Als der alte Mann bei Dunkelheit eintrat, fand er sie singend. Sofort nahm er sie und ging so schnell er konnte zur Schlucht. Mein Großvater, der Große Obomsawin und der Große Simon, überquerte den Fluss, als die Sonne aufging. Als es hell wurde, war er fast auf der anderen Seite. Sein heller Hut glänzte in der Sonne er konnten dass Ufer nicht schnell genug erreichen und wurde erschossen. Alle die nicht geflohen waren, wurden getötet oder in ihren Häusern verbrannt. Mündliche Überlieferung von Elvine Obomsawine.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass bedingt durch den Lärm der Feiern, zb. Siegesfeiern, Hochzeit oder Mais-Tanz ein Teil der Bewohner außerhalb des Dorfes ihre Ruhe suchten. Obwohl Rogers Schätzung falsch war, hat diese dennoch einen gewissen Wert. Er hatte die Bevölkerung in der Nacht vor dem Angriff auf etwa 220 geschätzt. Da 20 Überlebende und angenommene 200 getötet wurden. Da beim Angriff im Dorf eine unverhältnismäßig hohe Zahl von Frauen und Kindern vorhanden waren, besteht die Vermutung, dass viele Krieger aus unterschiedlichen Gründen nicht anwesend waren.

Nach Leonard Augers Schätzung, dass ca. 500 Abenaki den Angriff überlebten, kommt dem realen Sachverhalt recht nah, ist jedoch letztlich nicht bewiesen. Der erste Verfolger beim Rückzug von Rogers Rangers waren französisch Milizen mit einigen Abenakis, die sich vor dem Angriffe von Rogers' versteckt hatte und nun zurückgekehrt waren.

Am nächsten Tag waren die Abenaki auf der Suche nach ihren toten oder verletzten Freunden als eine Abenaki Frau einen Verletzten fand. Es war ein Fremder, sie nahm seine Axt, um ihn zu töten, als er sprach: "Ich möchte getauft werden, ich bin noch nicht getauft worden." Sie sagte: "Das ist nicht gut". wie heißt du?" er sagte: "Samadagwis." Sie sagte: "Du hast haben keinen christlichen Namen für die Taufe, wie willst Du heißen? Er sagte: "Sabadis" Jean Baptis" Sie fragte: "Zu welchem Volk gehörst du?" Er sagte: "Mahigan." Sie sagte: "Das ist gut. Jetzt soll dein Name Sabadis sein." und sie erschlug ihn mit dem Beil. Mündliche Überlieferung von Théophile Panadis

Drei Jahre später schrieb der Missionar Roubaud eine Aufzeichnung für General Amherst, in dem er feststellte, dass im Dorf des Heiligen Franziskus (Odanak) fast 500 Einwohner zum Zeitpunkt des Angriffs von Rogers lebten. (Roubaud 1762). Roubaud war der zuständige Missionar in Odanak, und war am Morgen nach dem Angriff vor Ort. Sein Wissen über die Größe des Ortes und Größe der Bevölkerung von Odanak vor dem Angriff, ist wahrscheinlich das Exakteste, das es gibt. Es gibt keine genauen Zahlen über die einzelnen Kontingente von Kriegern, die zu Zeitpunkt des Angriffes nicht anwesend waren.

Es gab mehr als sechzig gut gebaute und mit Rahmen verglaste Häuser die mit Rinde, oder Stein gedeckt waren. Mindestens zwölf der Häuser waren im dem Französisch-Stil erbaut. Ihre Häuser waren so gut gebaut, dass sie Dachböden und in Kellern hatten. Die Gebäude wurden in einem geordneten Viereck errichtet Die Kirche der Jesuiten-Mission war in der Mitte errichtet. In der Nähe der Kirche war der Ratshaus, dass für die Verteidigung mit Schießscharten ausgestattet war. Der Sibosek Bach fließt von Norden nach Süden durch das hohe Ufer des St. Francis River, so dass eine natürliche, durch Bäume verdeckte Schlucht etwa vierzig Meter breit am Fluss und spitz zulaufend bis etwa 300 Meter entstand. (Das mögliche Versteck) Über 600 Skalps, meist Englische, hing von verschiedenen Pfählen. Beim Überfall wurden bis auf drei Gebäude alle vom Feuer zerstört. Das Dorf wurde geplündert, die Vorräte an Mais, Pemmikan usw. sowie die Kriegsbeute wurden entsprechend an die Ranger verteilt. Auf dem Rückmarsch wurden die befreiten weißen Gefangenen der Abenaki sowie zusätzliche Geiseln mitgenommen.

Mitgenommene Abenaki Gefangene: Chief-Frau Gill, Marie-Jeanne, Chief Gill jüngster Sohn, Xavier, Chief Gill Sohn, Sabatis (Antoine Gill), Eunice Williams, drei Abenaki Mädchen, zwei starben an den Pocken in Albany. Befreite weiße Gefangene von St. Francis. Drei Männer die vor dem Angriff der Ranger gefangen genommen wurden. Ihr Schicksal ist unbekannt. Jane Chandler eine weiße Gefangene, die jetzt mehr indianisch als weiß war. (Jane wurde als sie 5 Jahre alt war gefangen genommen). Sie wurde von einem Häuptling adoptiert und erhielt den Namen "Wemeghil" bezugnehmend auf den aufgehenden Vollmond. Ihr Abenaki Gatte wurde bei dem Überfall getötet und sie machte den Rangern bei ihrem Rückweg große Schwierigkeiten. Rogers schrieb: Ich vermutete, dass Jane meine Truppe in ihr bekannte Sümpfe führte. Sie überließ uns ihren gemahlenen Mais und während die Männer darum rauften, nutzte sie die Gelegenheit zur Flucht und kehrte vermutlich nach St. Francis zurück.
Das Schicksal der Marie-Jeanne Gill.
Wahrscheinlich das grausamste Drama der St. Francis Expedition ereignete sich, als die Gruppe den Missisquoi River erreicht. Marie-Jeanne war eine intelligente Frau und hat sich angeboten, die Ranger zum Lake Champlain zu führen. Der Teil des Sees und den Weg den sie wählten, wurde zu ihrem ewigen Geheimnis. Als sich abzeichnete, dass sie die Führerin war, jedoch die Stockbridge Führer die Richtung zu der französisch Truppen an der Isle aux Noix nahmen, wurde Marie wütend. Nachdem sie die Männer besänftigt hatte, sollte die Zusammenarbeit fortgesetzt werden. Der Hunger und die geschwächte Psyche der Ranger waren jedoch unerträglich. Chief Gill konnte die Spekulationen über ihr Schicksal korrigieren: "Ihr Schicksal war schrecklicher, als er es sich vorgestellt hatte" Die hübsche Marie-Jeanne war "Nanamaghemet" (zweimal schön mate) für Chief Gill, aber die Stockbridge Indianer hatten nur Augen für ihr "Leben erhaltendes" Fleisch. Sie schlitzten ihre Kehle auf, bevor Jenkins eingreifen konnte, zerstückelten Teile ihres Körpers und brieten das Fleisch. Oberleutnant Jenkins war einer der wenigen die sich strikt weigerten vom Fleisch zu essen, er starb an Hunger an den Ufern des Missisquoi.

Nicht alle der in verschieden zugänglichen Quellen aufgelisteten Männer waren mit Rogers am St. Francis, aber sie waren Mitglieder seiner Ranger Einheiten. Mehrere der dort genannten waren Teilnehmer einer früheren Mission nach St. Francis. Es waren insgesamt 24 Indianer, die mit Rogers bei diesem Angriff dabei waren. ( Loescher bezieht sich auf sie als Stockbridge Mohican). Einer diese Mohican hatte zuvor eine Squaw der St. Francis Abenaki geheiratet und verließ diese. Er wurde von den St. Francis Abenaki gefangen. Er weigerte sich, zu seiner Frau zurückzugehen, daraufhin wurde er getötet. Auf ihrem Rückzug aus Saint-Francis, teilten sich die Rangers in drei kleine Gruppen.

Gestützt auf den Bericht an General Amherst in dem Roger mitteilt, dass er seine Truppe in kleine Gruppen aufteilte. Es lässt uns glauben, dass ein Teil seiner Männer westlich den See umgingen, während die anderen ihren Weg auf der Ostseite um den Lake Memphremagog nahmen. Heute ist bekannt, dass sie an der Spitze des Sees aufgeteilt wurden. (Dort liegt heute die Stadt Newport) Eine dieser Gruppen folgte dem Missisquoi River in Richtung des Sees und wurde von den Indianern abgefangen. Zu dieser Zeit waren Missisquoi Indianer teilweise nach Saint- Francis zurückgekommen, ein anderer Teil blieb in der Französisch Festung auf der Isle au Noix.
Der Rückmarsch:
Die Wertgegenstände, wurden als Kriegsbeute für den Rücktransport verpackt und auf die Männer verteilt. Nach diesem Überfall trugen die Ranger ihre Beute zum Magog River. und nach einem Marsch von acht Tage erreichten sie den Memphremagogsee. Sie trugen den berühmten St Francis Schatz, der an den Ufern Memphremagogsee oder seiner Umgebung verborgen sein soll. In seinem Tagebuch vom 24. Dezember 1759, schrieb General Amherst: Eine kleine Gruppe Ranger kam mit Wampum beladen, Objekte aus Muscheln die als Schmuck verwendet werden um schöne Schmuckgegenstände herzustellen.

Weiterhin wurden Kirchenschätze von St. Francis of the Lake mitgenommen, die Pater Maurault bei der Messe diente und später von Pater Charland 1866 in seinem Buch "Die Geschichte von St. François du Lac erwähnt wurden. Es heißt:" Bei den Objekten die von den Ranger mit genommen wurden waren unter anderem versilberte Kupfer Kronleuchter, eine kleine Statue unserer heiligen Frau von Chartres und andere wertvolle Gegenstände" Pater Kies schreibt in seinem Buch Suagothel auf Seite 14: Die Kirche wurde geplündert und verbrannt, die Rangers nahmen die wertvolle Gegenstände, nämlich ein Relikt aus Gold, eine massive Silber Statue von unser heiligen Frau von Chartres, verzierten Kronleuchter und eine Schatulle mit Silber und Goldmünzen mit. 1816 wurde in einer Zeitschrift veröffentlicht, dass zwei goldenen Leuchter im Wert von 1.000,00$ in den Wäldern in Hatley, Ost-Kanada (Ontario) gefunden wurden. Der Anteil von Rogers Beute wird auf 933,00$ geschätzt und bestand hauptsächlich aus Wampum.

Am 15. November 1869, wurde von Mr. Harrington in Magog einem Brief an Louis Gill geschrieben, in dem es heißt, dass 1827 ein Weihrauch-Schiff gefunden wurde. Der Fundort war eine Insel im Watopeka River in Windsor Milles, Quebec, wo der Fluss in den St. Francis River mündet. Weiterhin wurde in Windsor Mills, Quebec im Jahre 1838, von Robert Orme, aus Vermont, einem großen Relief des Heiligen St. Franciscus an der Mündung des Flusses Magog gefunden. Er gab es einem Priester in Sherbrooke, auch dies war vermutlich ein Teil der Beute der Roger Ranger.

Im Jahre 1862 fand der Farmer Dennison Brown, beim Pflügen seines Ackers an den Ufern des Lake Memphremagog, ein Beil an der Stelle, wo drei Ranger von den Indianern gefangen wurden. Im Jahre 1800 wurde ein Bajonett von James Bodwell am Ufer des Tomifobia River in der Nähe von Stanstead gefunden. Es wird vermutet, dass das Kriegsbeil einem der Ranger gehört hat.

Beide Objekte befinden sich im Knowltown Museum.1880 schreibt Mr. B.F.D. Carpenter in seiner Geschichte von Derby, viel über die Schätze der Ranger, die vermutlich auf der Farm Nathaniel Sevrens an den Ufern des Sees Memphremagog vergraben wurden. Mr. Sevrens ist als Pionier 1832 in New Hampshire auf seinen ca. 700 Hektar großen Besitz angekommen. Er entdeckte einen 5-Fuß-Kupferstab, der in der Mitte auf einem Hügel auf einer durch Menschen errichteten Lichtung stecke. Es wird vermutet, dass die Rangers ihre Schätze an diesem Ort vergraben haben.

Es wurden viele Versuche mit technischen Hilfsmitteln, wie Bagger, Bodensonden usw. unternommen um die Schätze zu finden. Diese Suchen kostete mehrere Tausend $ und blieben erfolglos.

Eines Tages beim graben wurde mit Eisensonden systematisch auf einem Feld im Boden gestochert. Man glaubte ein metallisches Geräusch zu hören. (Die Überlieferung besagt, dass die Schätze in einem metallischen Kasten sind, gefunden wurde nichts.) Des Weiteren gibt es eine Veröffentlichung von 1867 über Point Magoon südlich von Georgeville, in der es heißt, dass es eine unerforschte Höhle in dieser Gegend gibt, in der eine größere Menge der Schätze versteckt wurden.

Die gesamte Kriegsbeute wurde bis heute nicht gefunden.

Letztlich kann festgestellt werden dass es hinsichtlich der erbeuteten "Schätze" viele Gerüchte gab und gibt. Wenn man all diesen Gerüchten Glauben schenken wollte, so könnte mit den erbeuteten Gegenständen eine ganze Kathedrale ausgerüstet werden. Militärisch war der Einsatz dahin ein Erfolg, dass das Grenzgebiet vor Indianerüberfällen sicher war. Die Abenakis waren als Stamm in ihrem Sozialgefüge vernichtet. 1985 gab es noch rund 60 Menschen, die Abenaki verstehen und sprechen. Ihrer Sprache verdanken wir die Namen und Worte Memphremagog, Massawippi, Coaticook, usw.