Neuigkeiten

August-Camp 2012
27. Sept. | 2012
Im August 2012 fand auf dem Gelände der Missouri-Station ein gelungenes Sommercamp statt. Hier wurden von den Rogers-Rangers Ideen für das weitere Miteinander ausgearbeitet. Fotos findet man unter "Bilder zeigen".
Handarbeiten von D. Heedt
18. Juli 2012
Unter "Ausrüstung" zeigt er einige seiner Arbeiten, welche von ihm erworben werden können.
Neuer Commanding Officer
06. Juni 2012
Nachdem Wolf Zerkowski seine dienstverpflichtende Zeit beendete, übernimmt Capt. William Schopp seine Stelle als commanding Officer. Wir danken Wolf für seine hervorragenden Leistungen.
Neue Ausrüstungsbilder
28. Oktober 2010
Neue Bilder einer Munitionstasche von Manfred Gundel.

Einige Links

Über die Uniform der RR

Die einzige bekannte zeitgenössische Beschreibung der Uniform der Rogers Rangers, die sich auf die Farbe bezieht, wurde vom Vertreter für Thomas und Benjamin Forseys, Kleiderhändler in Albany, datiert am 22. April 1758, verfasst:

"Die Kleidung die Rogers für seine Leute machen ließ, besteht hauptsächlich aus grünem Deckenstoff und billigem grünem Stoff ,Weißmetall-Knöpfen und weiß-silber eingefassten Hüten.Einige von ihnen mit Silberborten oder Schnur auf ihren Jacken, alles mit grünem Serge (Baumwollstoff in Köperbindung)gefüttert ".

Die mit Silberborte eingefassten Hüte, dürften wohl die Offiziershüte sein sein, ebenso dürfte sich der Verweis auf Silberborten/Schnüre auf die Jacken für Offiziere beziehen. Die im Anfang des Originaltextes genutzte Bezeichnung Kleidung (Cloth) , nicht etwa Jacken oder andere spezifische Beschreibungen,lässt vermuten das Hosen, Westen etc. eingeschlossen und aus dem selben Material waren.



Das der Vertreter weiterhin den Terminus Jacken (orig. jackets) und nicht die übliche Bezeichnung für Oberbekleidung wie „coat“ benutzt , lässt auf ein kurz geschnittenes Kleidungsstück schließen. Ebenso bezieht sich der Begriff „hunting-coat“, der oft in anderen Quellen benutzt wird auf einen gekürzten „normalen“ Coat, wie er in England und den Kolonien oft zur Jagd getragen wurde. Hier muss man beachten, das man die Begriffe „hunting-coat“ und „hunting-smock“ oder auch „hunting-shirt“ nicht durcheinander würfelt. Die beiden letztgenannten bezeichnen ein einfaches Hemd aus festem Stoff das über der eigentlichen Kleidung , zum Schutz der Selben, getragen wurde.

Allgemein gehen alle Quellen davon aus, dass die Ranger-Jacken kürzer geschnitten waren als diejenigen, die an andere „Stammkunden“ wie Provinzialregimenter, ausgegeben wurden. Die normalen Uniformröcke der Zeit waren so geschnitten, das sie etwa 10cm über das Knie reichten. Wie viel kürzer nun die Variante der Rangers war kann man natürlich nicht genau sagen. Nimmt man aber einen „Mittelwert“ aus den Betrachtungen von kurzen, zivilen Jagdröcken, Arbeiterbekleidung der Zeit und Uniformen der regulären leichten Infantrie, kann man davon ausgehen das die Rangerröcke ungefähr bis zur Mitte des Oberschenkels reichten.



Bei dem im Originaltext als „bath rug“ bezeichnete Stoff dürfte es sich um einen rauhen, billigen, derben und grob gewebten Wollstoff gehandelt haben. Der als Serge bezeichnete Futterstoff war entweder ein leichterer Wollstoff in Köperbindung oder ein Baumwollstoff.

Es wird im Text nicht erwähnt das beide Stoffe ein unterschiedliches Grün hatten,so das die Aufschläge an der Brust und den Ärmeln eigentlich die selbe Farbe haben müssten wie der Rest der Uniform. Nimmt man aber die damaligen Färbetechniken, sowie eben zwei völlig verschiedene Stoffarten, kommt dabei aber de Fakto schon eine Variation in der Farbgebung heraus, so das sich die Brustaufschläge wie auch die Ärmelaufschläge schon abgehoben haben dürften.

Natürlich wäre es theoretisch auch möglich, das sowohl Brust als auch Ärmelaufschläge nicht mit dem anders gearteten Futterstoff besetzt waren und somit die gleiche Farbe wie die Jacke gehabt hätten. Betrachtet man allerdings die Farbgebung und Fertigung regulärer Uniformen, ist das sehr unwahrscheinlich und würde der damaligen Militärmode sehr widersprechen.



Da der oben angeführte Text der einzige ist, der sich überhaupt auf die Farbe bezieht, kann man nicht mit Sicherheit sagen, ob schon vor 1758 Grün als „Rangerfarbe“ üblich war. Auf Grund des Einsatzgebietes der Ranger und deren Aufgabe wäre das allerdings sehr wahrscheinlich. Was „tarnt“ im Wald besser als Grün? Aber das ist lediglich Spekulation.

Allerdings schreibt Gary Zaboly in „ The Annotated and Illustratet Journals of Major Robert Rogers“: "Lord Loudon befahl Rogers im Januar 1758 fünf neue Kompanien aufzustellen, und betonte , dass sie in jeder Kompanie gleich uniformiert sein müssen." Das würde darauf hinweisen, dass die meisten alten Ranger-Kompanien vor 1758 tatsächlich verschieden von einander uniformiert waren.

Was die Länge der Kleidung angeht, sieht es da schon anders aus. In einem Text von 1757 Heisst es:

"A good hunting Coat, Vest, Breeches, a Shirt, a pair of Indian Stockings, Shoes and a Hatchet to be delivered each man gratis at Albany - A firelock and Blanket to be Delivered Each Man at Boston" Jeder Mann der unabhängigen Kompanien soll in Albany gratis erhalten:Einen guten Jagdmantel, Weste, Hosen, ein Hemd, ein Paar indianische Strümpfe (Leggings), Schuhe und ein Beil.....sowie ein Gewehr und eine Decke ausgeliefert in Boston.
Auch hier wieder die Bezeichnung „hunting-coat“. Also ein kurzer Jagdrock.

Die mit den Rogers Rangers am engsten verbundene Kopfbedeckung ist das schottische Bonnet. Ein zeitgenössisches Zitat sagt: Der Ranger der es bekommen konnte, trug nichts anderes. Löscher schreibt, das die Rangers das selbe Bonnet trugen wie das 42ger Highlandregiment der regulären Armee. Also ein Indigoblaues ,gestricktes und gefilztes Bonnet mit einer Schleife als Kokarde. Das Zitat beinhaltet aber ebenso, das auch andere Kopfbedeckungen getragen wurden. Man kann getrost davon ausgehen das die verschiedensten Kopfbedeckungen, angefangen von einfachen Hüten, über Jockeycaps der Light-Infantry und verschiedenfarbige Bonnets , bis hin ,zum der Mode entsprechenden, Dreispitz , getragen wurden. Wenn auch das Bonnet als die für den Waldlandeinsatz praktikabelste und meistgenutzte Kopfbedeckung angesehen werden darf.



Versuchen wir uns also den Rogers Ranger von 1758 vorzustellen ergibt sich das Bild eines Soldaten der folgendes trägt: Hemd, Kniehose (Breeches), Weste (Waistcoat), Jacket oder Huntingcoat (etwa oberschenkellang), indianische Leggings (darunter wohl Strümpfe), Schuhe, Bonnet oder andere Kopfbedeckung. Das ganze in Grün.



In wieweit das ganze dann „einheitlich“ war kann man natürlich nicht wissen.Nach dem Befehl Lord Laudons, den Beschreibungen des Vertreters von Forseys und der Tatsache das die Rangers ab 1758 von der Krone finanziert wurden, darf man aber getrost davon ausgehen das man sich die größte Mühe gab ein einheitliches und uniformes Bild zu präsentieren.